Drei Tage voller Eindrücke

Anfang Februar hatten wir bei uns ein ganz beson­deres Vergnügen: Zwei junge, neugie­rige Köpfe durften wir für drei Tage bei uns will­kommen heissen.

Drei Tage voller Eindrücke – wenn aus Neugier echte Begeis­te­rung wird

Anfang Februar hatten wir bei uns ein ganz beson­deres Vergnügen: Zwei junge, neugie­rige Köpfe durften wir für drei Tage bei uns will­kommen heissen. Beide besu­chen die zweite Ober­stufe und stehen mitten in einer der span­nendsten und viel­leicht auch heraus­for­derndsten Phasen überhaupt: der Berufs­wahl. Ihr Inter­esse? Design und Engi­nee­ring. Unsere Mission? Genau diese Welten für sie erlebbar zu machen.

Drei gemein­same Tage standen auf dem Programm. Drei Tage voller neuer Eindrücke, Fragen, Ideen und Aha-Momente. Was am ersten Morgen noch etwas zurückhal­tend begann, endete am dritten Tag beinahe in einer kleinen Party. So viel schon mal vorweg.

ZHdK Design Sammlung
ZHdK Design Sammlung

Tag eins – die Köpfe rauchten

Nach einer Einführung in die Desi­gnge­schichte und die zentralen Aspekte von Indus­trial Design und Mecha­nical Engi­nee­ring hiess es: ab ins kalte Wasser. Die Aufgabe, die die beiden über alle drei Tage begleiten sollte, war klar defi­niert: ein Schlüssel­brett mit einer zusätzli­chen Funk­tion entwerfen – von der ersten Idee bis zum physi­schen Prototyp.

Dabei durch­liefen sie die vier Phasen des Double Diamond: recher­chieren, defi­nieren, entwi­ckeln und umsetzen. Skiz­zieren, präsentieren, disku­tieren, verwerfen, weiter­denken und all das füllte bereits den ersten Morgen. Die Köpfe rauchten, die Skizzen stapelten sich, und die Ideen wurden immer konkreter.

Die ersten Ideen werden zu Papier gebracht
Die ersten Ideen werden zu Papier gebracht

Am Nach­mittag des ersten Tages ging es dann raus aus dem Studio und rein in die Inspi­ra­tion. Wir besuchten die Desi­gnsamm­lung der ZHdK, bevor uns Roman Jurt die Werkstätten und das Indus­trial Design LAB zeigte, inklu­sive all der tech­ni­schen Möglich­keiten, die den Studie­renden dort zur Verfügung stehen. Beein­dru­ckend ist da fast unter­trieben. Zu sehen, was heute alles möglich ist, sorgte defi­nitiv für grosse Augen.

Roman (links) führte uns in die Geheimnisse des 3D-Drucks ein
Roman (links) führte uns in die Geheimnisse des 3D-Drucks ein

Tag zwei – erste Schritte im CAD

Tag zwei stand ganz im Zeichen der Digi­ta­li­sie­rung: Einführung ins CAD. Ziel war es, die eigenen Ideen in 3D zu übersetzen und konstruktiv umzu­setzen. Es ist jedes Mal aufs Neue faszi­nie­rend zu sehen, wie schnell junge Menschen sich in komplexen Programmen zurecht­finden und wie selbst­verständlich sie beginnen, ihre eigenen Ideen zu reali­sieren. Mit den ersten konstru­ierten Modellen im Gepäck verab­schie­deten sich die beiden in den wohl­ver­dienten Feier­abend. Die Vorfreude auf den nächsten Tag war spürbar

Tag drei – 3D-Druck und eine rasante Fahrt

Und dann war er da: der dritte und letzte Tag. Alles war bereit. Die CAD-Daten wurden in Solid­Works noch einmal verfei­nert, der 3D-Drucker aufge­heizt und schon lief der erste Prototyp durch die Maschine. Damit die Warte­zeit nicht zu lang wurde, drehten wir spontan noch eine Runde mit dem e-rod, für den wir das Design entwi­ckeln durften. Zuge­geben, es war etwas frisch. Aber die breiten Grinsen der beiden Jungs machten das mehr als wett.

Am Ende des Tages waren alle etwas müde von den vielen Eindrücken aber vor allem glücklich. Wir verab­schie­deten uns mit dem guten Gefühl, gemeinsam drei inten­sive, lehr­reiche und inspi­rie­rende Tage erlebt zu haben.

Vom CAD zum physischen Produkt danke 3D-Druck
Vom CAD zum physischen Produkt danke 3D-Druck

Fazit – Wissen teilen und begeister

Auch für uns waren diese Tage etwas Beson­deres. Vieles, was für uns im Alltag selbst­verständlich ist, war es für die beiden Schnup­per­lehr­linge ganz und gar nicht. Genau das zeigt, wie wichtig es ist, Menschen auf die eigene Gedan­ken­reise mitzu­nehmen und Wissen verständlich zu teilen, damit alle vom selben Ausgangs­punkt starten können.

Für uns bei forms­cope ist Wissens­wei­ter­gabe kein Nice-to-have, sondern ein zentraler Bestand­teil unserer Haltung. Deshalb enga­gieren wir uns auch aktiv in der Lehre an verschie­denen Hoch- und Fach­hoch­schulen.